Herbst ist Pflanzzeit — warum der Garten von morgen im Oktober entsteht

Warmer Boden, reichlich Regen, ein ganzer Winter zum Anwurzeln: Warum Obstbäume, Hecken und Sträucher im Herbst den besten Start bekommen.

von Finn C. M. BayerInhaber · Immobilienmakler
Herbst ist Pflanzzeit — warum der Garten von morgen im Oktober entsteht

Die meisten Menschen denken an den Garten, wenn im April die ersten Tulpen kommen. Gärtner denken an ihn, wenn im Oktober das Laub fällt. Denn was im Frühling so üppig austreibt, hat seinen Anfang meist ein halbes Jahr früher genommen: Der Herbst ist die beste Pflanzzeit des Jahres — für Obstbäume, Hecken, Sträucher und Stauden. Wer jetzt pflanzt, schenkt dem Garten einen Vorsprung, den man im nächsten Sommer sieht.

Warum gerade jetzt

Der Grund liegt im Boden. Nach einem langen Sommer ist die Erde noch warm, während die Luft schon abkühlt. Die Pflanze verdunstet weniger und steckt ihre Kraft in die Wurzeln. Dazu kommt der Regen: Der Herbst bringt verlässlich Feuchtigkeit, das Gießen übernimmt zu großen Teilen der Himmel.

So entsteht über den Winter ein feines Netz aus Faserwurzeln. Im Frühling steht die Pflanze dann bereits fest im Boden und kann ihre Energie in Blätter, Blüten und Früchte lenken — während eine im April gesetzte Pflanze erst einmal mit dem Ankommen beschäftigt ist.

Die gängigen Gartenratgeber nennen dafür ein klares Fenster: von September bis in den November, mit Mitte Oktober als idealem Zeitpunkt für die meisten Gehölze.

Obstbäume — ein Versprechen für viele Jahre

Kaum etwas verbindet ein Haus so stark mit seiner Landschaft wie ein eigener Obstbaum. In der Ortenau ist das besonders greifbar. Wer im Herbst durch das Renchtal fährt, sieht, wie sehr Obstbau diese Gegend prägt: Kirschen, Zwetschgen und Äpfel wachsen hier an den Hängen und in den Gärten. Rund um Oberkirch gehört der Baum im Garten fast selbstverständlich zum Haus — wer dort ein Zuhause sucht, findet mit einem Immobilienmakler in Oberkirch viele Grundstücke, auf denen schon ein alter Baum steht.

Für die Herbstpflanzung eignen sich vor allem die robusten Arten:

Die wärmeliebenden Arten wie Aprikose und Pfirsich kommen besser im Frühjahr in die Erde, wenn die Fröste vorbei sind.

Worauf es beim Setzen ankommt

Hecken — Struktur, die mitwächst

Eine Hecke gibt einem Garten Form und Ruhe. Sie schafft Räume im Freien, rahmt die Terrasse, bietet Vögeln Unterschlupf. Und auch sie wächst im Herbst am besten an. Heimische Gehölze wie Hainbuche, Feldahorn, Liguster oder Weißdorn fühlen sich in unserem Klima wohl und werden schnell dicht.

Wer bewusst plant, mischt verschiedene Sträucher: Eine gemischte Wildhecke blüht zu unterschiedlichen Zeiten, trägt im Herbst Beeren und wirkt das ganze Jahr lebendig. In den Weinorten der Vorbergzone, etwa rund um Kappelrodeck, sieht man, wie schön sich solche Hecken mit Trockenmauern und Hanglagen verbinden.

Stauden und Zwiebeln — der Frühling wird jetzt gepflanzt

Auch Stauden und Blumenzwiebeln gehören in den Herbst. Tulpen, Narzissen und Krokusse brauchen die Kälte des Winters, um im Frühjahr zu blühen. Ein Nachmittag im Oktober mit einem Korb voller Zwiebeln ist die freundlichste Art, sich auf den März zu freuen.

Ein kleiner Tipp aus der Praxis: Zwiebeln wirken am schönsten in lockeren Gruppen, wie zufällig über den Rasen verstreut. Einfach eine Handvoll werfen und dort setzen, wo sie liegen bleiben.

Was ein gepflanzter Garten über ein Haus erzählt

Wir sehen bei Besichtigungen immer wieder, wie sehr ein durchdachter Garten die Wahrnehmung eines Hauses prägt. Ein junger Obstbaum, eine wachsende Hecke, ein Beet, das gerade erst angelegt wurde — all das zeigt, dass hier jemand an morgen gedacht hat. Ein Garten ist die einzige Ausstattung eines Hauses, die mit den Jahren wertvoller wird.

Das gilt auch für alle, die gerade erst eingezogen sind. Der erste Herbst im neuen Zuhause ist ein guter Moment, um dem Grundstück die eigene Handschrift zu geben. In zehn Jahren steht dort ein Baum, der Schatten spendet und Früchte trägt — und der dieses Haus zu Ihrem gemacht hat. Gerade in den Gemeinden der Rheinebene mit ihren großzügigen Grundstücken, etwa in Friesenheim, ist dafür oft reichlich Platz.

Ein guter Anfang

Der Oktober ist ein stiller Monat im Garten, aber ein entscheidender. Wer jetzt zur Schaufel greift, sieht die Ergebnisse im nächsten Frühling — und in vielen Jahren danach.

Wenn Sie auf der Suche nach einem Haus mit Garten in der Ortenau sind oder wissen möchten, wie Ihr Grundstück mit all seinem Grün bewertet wird, sprechen Sie uns gern an. Wir freuen uns auf das Gespräch — gern auch bei einem Spaziergang durch Ihren Garten.

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