Wer an einem Haus vorbeigeht, sieht zuerst nicht die Küche und nicht das Wohnzimmer, sondern ein paar Quadratmeter zwischen Gehweg und Haustür. Der Vorgarten ist die kleinste Fläche eines Grundstücks und zugleich die, die am häufigsten angeschaut wird. Und der Oktober ist der beste Monat, um sie neu zu denken.
Warum gerade jetzt
Im Herbst ist der Boden noch warm, während die Luft schon kühler wird. Pflanzen, die jetzt in die Erde kommen, bilden über den Winter Wurzeln und starten im Frühjahr mit Vorsprung. Dazu kommt ein praktischer Grund: Nach dem Sommer sieht man genau, was nicht funktioniert hat — welche Ecke verbrannt ist, wo das Wasser stehen blieb, welche Pflanze zu groß geworden ist.
Ein Vorgarten braucht eine klare Idee
Die schönsten Vorgärten, die wir bei Besichtigungen sehen, folgen einem einfachen Prinzip: wenige Pflanzenarten, dafür in größeren Gruppen. Das wirkt ruhig und hält sich gut.
Ein bewährtes Grundgerüst
- Ein Hausbaum oder ein größerer Strauch als Mittelpunkt, etwa eine Felsenbirne oder ein Zierapfel
- Immergrüne Kugeln oder niedrige Hecken, die auch im Winter Struktur geben
- Stauden und Gräser in zwei, drei Sorten, die zu unterschiedlichen Zeiten blühen
- Ein paar Frühjahrszwiebeln — Tulpen, Narzissen, Zierlauch —, die jetzt gesetzt werden
Mit diesem Gerüst sieht der Vorgarten das ganze Jahr nach etwas aus, ohne dass man jedes Wochenende jäten muss.
Der Weg zur Tür ist Teil des Gartens
Oft wird der Vorgarten nur als Beet gedacht. Dabei bestimmt der Weg zur Haustür, wie das Haus empfangen wird. Ein paar Dinge machen hier viel aus:
- Ausreichend Breite, damit zwei Menschen nebeneinander gehen können
- Ein klarer Belag, der zum Haus passt — Naturstein im Altbau, großformatige Platten beim Neubau
- Pflanzen, die den Weg begleiten, statt ihn zu überwuchern
- Ein Platz für Mülltonnen und Fahrräder, der nicht der erste Blickfang ist
Gerade bei Häusern in den Wohngebieten rund um Friesenheim oder Kippenheim sehen wir, wie stark ein aufgeräumter Zugang den ersten Eindruck prägt.
Licht für die dunklen Monate
Im Oktober wird es früh dunkel, und genau dann zeigt sich, ob ein Vorgarten durchdacht ist. Ein paar niedrige Leuchten am Weg und ein Licht neben der Tür reichen meist aus. Warmweißes Licht wirkt einladender als kaltes, und Leuchten, die nach unten strahlen, blenden weder die Nachbarn noch den Himmel.
Ein angenehmer Nebeneffekt: Wer abends nach Hause kommt, findet Schlüssel und Stufen sicherer — und das Haus wirkt von der Straße aus bewohnt.
Wenig Pflege, viel Wirkung
Ein Vorgarten muss keine Arbeit machen. Mit Mulch zwischen den Pflanzen bleibt der Boden feucht und das Unkraut klein. Robuste, heimische Arten kommen mit den Wetterwechseln im Schwarzwald gut zurecht, auch in höheren Lagen wie im Schuttertal, wo der Winter früher kommt und länger bleibt.
Und wer ein Haus verkaufen möchte, hat mit einem gepflegten Vorgarten einen einfachen Vorteil auf seiner Seite: Er ist das Erste, was Interessenten sehen — auf den Fotos im Exposé und beim Aussteigen aus dem Auto.
Wenn Sie überlegen, Ihr Haus in den nächsten Monaten zu verkaufen, sprechen wir gern mit Ihnen darüber, welche kleinen Dinge vor der Besichtigung den größten Unterschied machen. Der Vorgarten gehört fast immer dazu.