Ein Haus verkauft sich nicht nur über die Wohnfläche. Der Außenraum — Garten, Vorgarten, Wegeführung — prägt die Wirkung mindestens genauso stark. Wer einen Verkauf plant, sollte ihn nicht stiefmütterlich behandeln.
Was Käufer im Garten wirklich sehen
Wenn Käufer das erste Mal über das Grundstück gehen, achten sie auf drei Dinge — oft unbewusst:
- Ordnung und Pflege — wirkt der Garten gepflegt, ungepflegt oder verwildert?
- Privatsphäre — sieht der Nachbar mit aufs Frühstück?
- Nutzbarkeit — gibt es Plätze, an denen man tatsächlich sitzen kann?
Eine gepflegte Hecke und ein gemähter Rasen heben die wahrgenommene Qualität eines Objekts spürbar. Das ist keine Kosmetik, sondern Substanz.
Was sich vor dem Verkauf lohnt
- Heckenschnitt und Rückschnitt überständiger Sträucher
- Wege ausbessern — lockere Platten neu legen, Fugen erneuern
- Pflasterflächen reinigen (Dampfstrahler wirkt Wunder)
- Sitzplätze sichtbar machen — kleine Bühne aufbauen mit Tisch und zwei Stühlen
- Lampen aufrüsten, wo es sinnvoll ist — auch tagsüber wirken sie wertig
Was sich nicht lohnt: aufwendige Neuanlagen, neue Pflanzungen, große Bauten. Käufer sehen ohnehin ihre eigene Vision.
Der Vorgarten — das oft Übersehene
Käufer sehen den Vorgarten als Erstes. Ein verwilderter Vorgarten kostet — bis zu 5 % vom Verkaufspreis, wenn er einen abschreckenden Ersteindruck macht. Ein gepflegter Vorgarten bringt diese Wirkung umgekehrt.
Vermarktung mit Bildern
Im Exposé sind Außenraum-Fotos ein Drittel der Wirkung. Aufnahmen bei warmem Licht (frühmorgens, spätnachmittags) wirken hochwertiger als Mittagsfotos mit harten Schatten. Wir nehmen uns die Zeit für die richtige Tageszeit.
Unsere Praxis
Bei jedem Verkaufsauftrag besprechen wir gemeinsam, welche kleinen Maßnahmen vor dem Foto-Termin Sinn machen. Manchmal sind das wenige Stunden Gartenarbeit, die den Verkaufspreis um zehntausend Euro verbessern.
Wenn Sie überlegen, zu verkaufen — sprechen Sie uns früh an. Wir kommen vorbei und schauen mit Ihnen, was sich lohnt.